Projektbeschreibung

Repairs for Future on Tour 2020

Mit Reparatur zur Kreislaufwirtschaft

Unter dem Motto „Mit Reparatur zur Kreislaufwirtschaft“ begibt sich Michel Heftrich Ende März 2020 auf eine ganz besondere Mission. Im Auftrag der Nachhaltigkeit tourt er mit seinem E-Velomobil 5000 km quer durch Europa und hat sich dabei zum Ziel gesetzt,mindestens 50 Repair Cafés zu besuchen und dort mit zu wirken

Martine Postma beim 6ten Vernetzungstreffen am 27 September 2019 In Salzburg.Geburtsstunde der Idee“Repairs for Future on Tour 2020″
(Foto Quelle Repanet)

Vor zehn Jahren wurde das erste Repair Café von Martine Postma in Amsterdam organisiert. Seither sind europaweit mindestens 2000 Reparatur-Initiativen entstanden, um Abfall und unnötigen Ressourcenverbrauch zu vermeiden. Die geplante Promotiontour des“Repair-Gesellen“ Michel Heftrich soll auf diese Initiativen hinweisen und Menschen dazu ermutigen,Geräte zu reparieren anstatt weg zu schmeißen (Buchtip) oder anders ausgedrückt „verwenden statt verschwenden“ Auch sollte motiviert werden neue Repair Cafés zu gründen.

Ein weiteres Hauptziel ist es, auf die Wichtigkeit der Kreislaufwirtschaft aufmerksam zu machen und besonders politische EntscheidungsträgerInnen für dieses Thema zu sensibilisieren. Die gesamte Tour wird schriftlich und visuell dokumentiert und ständig in den sozialen Medien auf den letzten Stand der Dinge gebracht.

Was sind Repair-Cafés und welche Vorteile hat die Initiative für die Gemeinde?

Neben der Vermeidung von Müll und dem schonenden Umgang mit unseren Ressourcen sind Repair-Cafés eine wunderbare Art der Nachbarschaftshilfe, die generationsübergreifend einen Begegnungs- und Integrationsort schaffen. Sie sind Treffpunkt unterschiedlichster Menschen aus verschiedenen sozialen Schichten und bieten auch hervorragende Integrationsmöglichkeiten für AsylwerberInnen, sich positiv in die Gesellschaft einzubringen.

Foto Heinz Tschürtz

Das gemeinschaftliche Schaffen und das Reparieren kaputter Alltagsgegenstände in diesem außerschulischen Lernort stärkt die Gemeinschaft der Gemeinde. Ein wesentlicher Punkt ist dabei die gemeinsame Freude bei einer erfolgreichen Reparatur. Im Falle eines Misserfolgs kann ein Gegenstand ohne schlechtes Gewissen entsorgt werden.

Gemeinsames Schaffen und geselliger Austausch

Foto Wurzelwerkerinen

Bei Kaffee und Kuchen entsteht ein geselliger Austausch, wobei der Fokus darauf liegt, lösungsorientiert zu arbeiten: Religion, Staatenzugehörigkeit, lebensphilosophische und politische Unterschiede stehen im Repair-Café bewusst im Hintergrund.

Foto Wurzelwerkerinnen

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass Menschen und ExpertInnen im Ruhestand das Gefühl haben, noch gebraucht zu werden. Außerdem bekommen Jugendliche die Möglichkeit, praktische Berufserfahrungen zu machen und mit potenziellen späteren KundInnen in Berührung zu kommen.

Win-win-Situation für regionale Reparaturbetriebe

Ein Unternehmen mit Repaircafé in Wien

Repair-Cafés wollen ortsansässige Reparaturbetriebe einbinden, um eine mögliche Win-win-Situation zu schaffen – dies wurde durch eine Studie bestätigt (Studie: Kooperation statt Konkurrenz: Reparaturinitiativen und Handwerksbetriebe bestärken einander). Repair-Cafés werden auch vereinzelt von Handwerksbetrieben angeboten.

Wann startet die Tour und wie verläuft sie?

Der Start der Tour erfolgt Ende März 2020 in Wien und endet mit der letzten Etappe Anfang August 2020 wieder in Wien. Die voraussichtliche Wegstrecke:

Wien–Salzburg–München–Nürnberg–Berlin–Flensburg–Haderslay (Dänemark)–Hamburg–Bremen–Oldenburg–Groningen–Amsterdam–Arnhem–Mönchengladbach–Aachen–Brüssel–Luxemburg–Metz–Saarbrücken–Karlsruhe–Straßburg–Zürich–St. Gallen–Liechtenstein–Bozen–Villach–Graz–Wien

Ansprechpartner und Kontakt für Rückfragen

Repair-Geselle: Michel Heftrich

Bergstraße 3, 7536 Güttenbach

Telefon: +43 664 2547311

E-Mail: duett@pt.lu